Alois Oharek

26. Juni 1924, Tulln an der Donau – 30. September 1943
Alois Oharek, Sohn eines Tschechen und einer Deutschen, kommt nach einer Bäckerlehre im Januar 1942 als „Zivil­arbeiter” nach Deutschland und arbeitet in den Borsig-Loko­motiv­werken in Hennigs­dorf bei Berlin und bei einem Bäckermeister in Berlin-Weißensee. Nach einem Diebstahl von Brotmarken kehrt er nicht in die Bäckerei zurück und tritt im Januar 1943 der Organi­sation Todt bei, aus deren Lager in Grune­wald er nach einiger Zeit flüchtet.
In den folgenden Wochen begeht er zusammen mit anderen jungen Tschechen mehrere Ein­bruch­dieb­stähle, bis er am 13. Februar 1943 festge­nommen wird.
Am 15. Septem­ber 1943 verurteilt das Sonder­gericht VI bei dem Land­gericht Berlin Alois Oharek wegen „fortge­setzten Dieb­stahls” auf Grund­lage der kurz nach Kriegs­beginn er­lassenen „Volks­schädlings­verordnung” als „gefährlichen Gewohn­heits­ver­brecher” zum Tode. Alois Oharek wird im Alter von 19 Jahren am 30. September 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Alois Oharek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Alois Oharek vom 2. Oktober 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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