Josef Oliva

13. April 1898, Schleb (Žleby) – 9. September 1943
Josef Oliva

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Oliva, 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-17

Josef Oliva kommt am 13. April 1898 in Schleb (Žleby) zur Welt und wird von Beruf Oberpostsekretär. Im Ersten Weltkrieg dient er im österreich-ungarischen Heer, das er als Leutnant d. R. verlässt. Er lebt mit seiner Familie in Prag.
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen und der Errich­tung des „Protekorats Böhmen und Mähren” schließt er sich der nationalen Widerstands­bewegung an. Gemein­sam mit seinem Kollegen Antonín Kulička sammelt er Nachrichten aus dem „Protektorat”, hört Nachrichten des Londoner Rund­funks ab und gewinnt weitere Postan­gestellte für die Mitarbeit.
Josef Oliva wird am 25. März 1942 festgenommen und am 28. Mai 1943 vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” zusammen mit Bedřich Jetonický, Antonín Kulička, Ladislav Lukeš, Ferdinand Malina und Jan Weil wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle sechs Männer werden am 9. September 1943 während der soge­nannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Oliva

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Oliva und weitere Personen vom 10. April 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Oliva und weitere Personen vom 28. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-1

Mitteilung des Oberreichsanwalts beim „Volksgerichtshof” zur Vollstreckung des Urteils gegen Josef Oliva vom 9. September 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-11

Sterbeurkunde von Josef Oliva vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück