Antonín Ondráček

5. Dezember 1906, Maltheuern (Záluží) – 9. April 1943
Antonín Ondráček

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Antonín Ondráček, 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 326

Der Bergmann Antonín Ondráček wird am 5. Dezember 1906 in Maltheuern geboren, ist dort von 1920 bis 1936 Leiter des Sozialis­tischen Pfadfinder­bundes und gehört zwischen 1933 und 1938 dem „Bund der Sowjet­freunde” an.
Anfang 1941 wird er für die Mitarbeit in der seit 1938 ver­botenen Kommu­nistischen Partei der Tschecho­slowakei (Komunistická strana Česko­slovenska, kurz: KSČ) ange­worben. In der Folgezeit beteiligt er sich an Geldsamm­lungen zur Unter­stützung von Angehörigen Inhaftierter und fungiert als Verbindungs­mann zwischen verschie­denen KSČ-Funktionären im Kreis Teplitz-Brüx. Im September 1941 wird er Mitglied der dortigen Kreislei­tung, bevor er am 12. März 1942 festge­nommen wird.
Antonín Ondráček wird am 18. Dezember 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 9. April 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Antonín Ondráček

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Ondráček und weitere Personen vom 3. September 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 326

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Antonín Ondráček und weitere Angeklagte vom 18. Dezember 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 326

Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für Antonín Ondráček und weitere Personen vom 31. März 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 326

Sterbeurkunde von Antonín Ondráček vom 10. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück