Jindřich Ondráček
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird er von seinem Bekannten Jaroslav Otava im September 1939 für eine zivile Widerstands­gruppe angeworben, die sich später „Nationaler Revolu­tionsausschuss” nennt. Diese soll die politische Vorarbeit für den geplanten Umsturz leisten und kooperiert mit der geheimen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation). Jindřich Ondráček beschafft Gel­der zur Unterstützung von notleidenden Familien von politisch Verfolgten. Im September 1940 übernimmt er im Kreisausschuss Königgrätz das Finanzreferat.
Nach seiner Festnahme am 29. Oktober 1941 wird er am 7. Mai 1943 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Jaro­slav Otava, Josef Bek, František Drábek und Karel Mi­lostný sowie vier weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesverräterischer Feindbe­günstigung” zum Tode verurteilt.
Jindřich Ondráček und die vorgenannten Angeklagten werden am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jindřich Ondráček
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Otava und andere vom 17. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-269-20
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Otava und andere vom 7. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-269-20
Sterbeurkunde von Jindřich Ondráček vom 15. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019



























































