Evžen Oplatek

17. März 1916, Prag – 10. Februar 1940
Evžen Oplatek

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Evžen Oplatek, 1939

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 6993

Evžen Oplatek wird nach dem Tod seines Vaters 1925 von seinem deutschen Stiefvater großgezogen und absolviert in Prag eine Lehre als Auto­mechaniker. Anfang September 1939 kommt er als „Zivilarbeiter” nach Berlin und arbeitet in einer Maschi­nenfabrik, wo er auch als Dol­metscher und als Vertrau­ensmann für die tsche­chischen Arbeiter eingesetzt ist.
Im November 1939 begeht er zusammen mit Johann Zikmund und Alois Zelenka einen Handtaschenraub sowie mehrere Schaufenstereinbrüche. Die drei jungen Männer werden deshalb am 22. Dezember 1939 vom Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin auf Basis der kurz nach Kriegs­beginn erlassenen „Volksschädlings­verordnung” zum Tode verurteilt.
Ihre Gnadengesuche werden abgelehnt und Evžen Oplatek und Johann Zikmund am 10. Februar 1940 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet. Alois Zelenka wird am 14. März 1940 zu einer zehnjäh­rigen Zuchthausstrafe begnadigt.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Evžen Oplatek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Erste zwei Seiten des Urteils des Sondergerichts I beim Landgericht Berlin gegen Johann Zikmund und andere vom 22. Dezember 1939

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 6991

Bescheid über Gnadengesuch der Eheleute Schmidt für ihren Sohn Evžen Oplatek und Ablehnung des Gnaden­erweises, 27. Januar 1940

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 6993

Sterbeurkunde von Evžen Oplatek 10. Februar 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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