Stanislav Opočenský

23. Juni 1904, Retschan an der Elbe (Řečany nad Labem) – 7. September 1943
Stanislav Opočenský

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Stanislav Opočenský, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-330-4

Stanislav Opočenský wird am 23. Juni 1904 in Retschan an der Elbe geboren und ist zwischen 1928 und 1938 Mitglied der „Nationalen Vereinigung” (Národní sjednocení).
Der Postobersekretär erhält Weihnachten 1939 von einem Funktionär der Geheimorganisation ÚVOD (Ústřední vedení odboje domácího – Zentrale Leitung des Widerstands in der Heimat) per Brief gegen die deutsche Besetzung der Tschechoslowakei gerichtete Schriften, welche er nach dem Lesen ver­nichtet. Bis zu seiner Festnahme im Oktober 1941 erhält er mehrmals das Informationsblatt der ÚVOD zugesandt. Ab Frühjahr 1941 soll er für die ÚVOD die wichtigsten Betriebe und die Stärke der Beleg­schaft in Chotzen und Umgebung aus­kundschaften und verfasst einen Bericht über die Flug­zeugfabrik Mráz.
Stanislav Opočenský wird vom 1. Senat des „Volksge­richtshofs” am 7. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Stanislav Opočenský

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Opočenský vom 24. April 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-330-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Opočenský vom 7. Juni 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-330-1

Sterbeurkunde von Stanislav Opočenský vom 11. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Septem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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