Karl Ostrowski

16. Juni 1902, Mrotschen (Mrocza) – 13. Oktober 1942
Karl Ostrowski wird in Mrotschen als Sohn eines polni­schen Lehrers geboren. Er besucht zunächst die deut­sche Volks­schule in seinem Heimat­ort und besteht 1923 das Abitur. In den folgen­den Jahren be­müht sich Ostrowski, die finan­ziellen Mittel für ein Jura­studium aufzu­bringen. Kurz vor dem deut­schen Über­fall auf Polen besteht er sein Refe­ren­dar­examen.
Seit Ende 1940 unterstützt Ostrowski die polnische Wider­stands­organi­sation Wojskowa Organi­zacja Ziem Zachod­nich (WOZZ – Militär­organi­sation der Westge­biete). Er soll im Falle eines Aufstan­des das Gerichts­wesen in Posen neu organi­sieren.
Am 25. August 1941 wird Karl Ostrowski festge­nommen und am 15. Juni 1942 zusammen mit fünf wei­teren An­geschul­digten wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” angeklagt. Das Ober­landes­gericht Posen verurteilt ihn und vier weitere Ange­klagte am 4. September 1942 zum Tode.
Karl Ostrowski wird am 13. Oktober 1942 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Ostrowski

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des Oberlandesgerichts Posen gegen Karl Ostrowski vom 15. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/15974

Todesurteil des Oberlandesgerichts Posen gegen Karl Ostrowski vom 4. September 1942

Bundesarchiv R 3017/15974

Sterbeurkunde von Karl Ostrowski vom 14. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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