Jaroslav Otava
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich im September 1939 einer im Entstehen begriffenen zivilen Widerstandsgruppe an, die sich später „Nationaler Revolutionsausschuss” nennt und die politische Vorabeit für den geplanten Umsturz leistet. Es bestehen enge Kontakte zur geheimen Militärorgani­sation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation). Jaroslav Otava übernimmt im Kreisausschuss Königgrätz das Organisationsreferat. Er wirbt Josef Bek, František Drábek und Václav Erban an, beschafft Sprengstoff für die ON und unterstützt Familien, die wegen ihrer politi­schen Betätigung von den deutschen Behörden verfolgt werden.
Nach seiner Festnahme am 26. Oktober 1941 wird Jaroslav Otava am 7. Mai 1943 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Josef Bek, František Drábek und Václav Erban sowie fünf weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Jaroslav Otava und die vorgenannten vier Angeklagten werden am 8. September 1943 während der sogenann­ten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jaroslav Otava
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Otava und andere vom 17. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-269-20
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Otava und andere vom 7. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-269-20
Sterbeurkunde von Jaroslav Otava vom 16. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019



























































