Marcel Oudelet

20. Januar 1923, Laon – 9. Mai 1944
Marcel Oudelet arbeitet nach dem Besuch der Volks­schule als Mechaniker. Der 19-Jährige kommt im Oktober 1942 als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland und ist für Daimler-Benz in der Nähe von Berlin tätig. Weil Oudelet seine Arbeitsstelle unerlaubt verlässt, kommt er für zwölf Tage in ein „Arbeits­erziehungslager“.
Anschließend wird er für die Organisation Todt in Norwegen und Russland eingesetzt. Nach seiner Rückkehr nach Berlin im Juni 1943 verlässt er die Organisation Todt unter dem Vorwand, sich zur Wehrmacht melden zu wollen.
Von Mitte September bis Anfang Oktober 1943 soll sich Oudelet mit anderen Zwangsarbeiterinnen und Zwangs­arbeitern an vier Diebstählen von Luftschutzgepäck aus Kellern beteiligt haben. Das Sondergericht I bei dem Landgericht Berlin verhandelt deswegen am 28. März 1944 gegen Oudelet und neun weitere Angeklagte. Das Gericht verurteilt Marcel Oudelet zusammen mit sechs weiteren Personen auf der Grundlage der „Volks­schädlingsverordnung“ zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird der 21-jährige Marcel Oudelet am 9. Mai 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Marcel Oudelet

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Marcel Oudelet vom 11. Mai 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück