Alois Pacold

8. Dezember 1896, Chrudim – 8. April 1943
Alois Pacold

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Alois Pacold, 1940

Bundesarchiv R 3017/9015

Alois Pacold absolviert die Handelsaka­demie, wird 1915 zum Militär­dienst eingezogen und im Sommer 1918 wegen einer Lungen­tuber­kulose aus dem Heeres­dienst entlassen. Nach Stationen in Pardubitz, Chicago und Triest gründet er in Prag 1923 die Lichtre­klame-Firma Pacold und baut eine Fabrik für Blech­druck- und Emaille­erzeugung. 1938 wechselt er zum Kartell für Blech­warener­zeugung und verkauft das Fabrik­gebäude.
Ab Dezember 1939 beteiligt sich Alois Pacold am Aufbau einer Nach­richten­organisa­tion in Prag, die von dem Kauf­mann Miloš Bondy sen. von Paris aus koordiniert wird. Dieser über­mittelt mili­tärische, wirtschaftliche und politische Nach­richten aus dem „Protektorat” an die Exilregierung in London und setzt dies nach seiner Flucht aus Frankreich von Budapest aus fort. Bis zu seiner Fest­nahme am 21. Februar 1940 betei­ligt sich Alois Pacold auch an der Zuführung tschechi­scher Freiwil­liger zur tschechischen Legion im Ausland.
Am 5. August 1942 wird Alois Pacold vom „Volks­gerichts­hof” zusammen mit Vladimír Černý und sieben weiteren Angeklagten wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und landesver­räterischer Feindbe­günstigung” zum Tode ver­urteilt. Er wird am 8. April 1943 im Strafgefäng­nis Plöt­zensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Alois Pacold

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Vladimír Černý und andere vom 5. August 1942

Bundesarchiv R 3017/9015

Anordnung des Reichsjustizministers zur Urteilsvollstreckung gegen Alois Pacold und andere vom 27. März 1943

Bundesarchiv R 3017/9015

Sterbeurkunde von Alois Pacold vom 9. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Alois Pacold und weitere Personen, April 1943

Privatbesitz

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