Karel Pajgr

2. November 1897, Humpoletz (Humpolec) – 8. April 1943
Karel Pajgr

Porträt von Karel Pajgr

Privatbesitz

Der Sohn eines Direktors wird nach dem Besuch der Handels­akade­mie in Sofia 1915 zum Militär­dienst einge­zogen, gerät in italienische Gefangen­schaft und tritt in die Tschechi­sche Legion ein. 1918 wird er in die Tsche­choslowaki­sche Armee über­nommen und zum Offizier beför­dert. Ab 1920 ist er beim Handels­attaché der tschechischen Gesandt­schaft in Sofia und ab 1932 im Außen­ministerium in Prag tätig.
Ab Januar 1940 beteiligt sich Karel Pajgr am Aufbau einer Nach­richtenorganisa­tion in Prag, die von dem Kaufmann Miloš Bondy sen. zunächst von Paris und dann von Budapest aus koordiniert wird. Dieser übermittelt mili­tärische, wirt­schaftliche und politische Nach­richten aus dem „Protektorat” an die Exil­regierung in London. Bis zu seiner Fest­nahme am 23. Februar 1940 betei­ligt sich Karel Pajgr auch an der Zuführung tschechi­scher Freiwil­liger zur Legion ins Ausland.
Am 5. August 1942 verurteilt der „Volks&shzy;gerichts­hof” Karel Pajgr zusammen mit Vladimír Černý und sieben weiteren Ange­klagten wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und landesver­räterischer Feindbe­günstigung” zum Tode. Er wird am 8. April 1943 im Strafgefäng­nis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Karel Pajgr

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Vladimír Černý und andere vom 5. August 1942

Bundesarchiv R 3017/9015

Anordnung des Reichsjustizministers zur Urteilsvollstreckung gegen Karel Pajgr und andere vom 27. März 1943

Bundesarchiv R 3017/9015

Sterbeurkunde von Karel Pajgr vom 9. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Karel Pajgr und weitere Personen, April 1943

Privatbesitz

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