Luise Pakull
Sie beteiligt sich an der Missionstätigkeit, nimmt an verbotenen Zusammenkünften teil und verbreitet illegal hergestellte Publikationen und Flugblätter. Im Februar 1937 wird sie deshalb vom Sondergericht Düsseldorf zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt.
Ende Januar 1944 wird Luise Pakull erneut wegen der Verbreitung illegaler Schriften der Zeugen Jehovas festgenommen und zunächst in Essen inhaftiert.
Sie wird am 5. Juli in das Landgerichtsgefängnis Potsdam überstellt und gemeinsam mit sechs weiteren Zeugen Jehovas am 4. August 1944 vom 6. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Wehrkraftzersetzung in Verbindung mit landes­verräterischer Begünstigung des Feindes” zum Tode verurteilt.
Luise Pakull wird am 8. Dezember 1944 gemeinsam mit Helene Gotthold, Else Woicziech und Henriette Meyer im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Luise Pakull
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift gegen Luise Pakull, Else Woicziech, Mathilde Hengeveld, Helene Gotthold, Henriette Meyer und 4 weitere Zeugen Jehovas
Bundesarchiv R 3017/33995
Urteil des „Volksgerichtshofes” gegen Luise Pakull, Else Woicziech, Mathilde Hengeveld, Helene Gotthold, Henriette Meyer und 4 weitere Zeugen Jehovas, 4. August 1944
Bundesarchiv R 3017/33995
beim Volksgerichtshof: Berlin W 9
AktenZeichen 7 J 58/44 Bellevuestr 15
6 L 142/44
Hiermit bitte ich höflichst die heute, am 4.8.44, über mich gefällte Todesstrafe auf dem Gnadenwege in eine Zuchthaus Strafe zu ändern, da ich mir keiner staatsfeindlichen Handlung bewußt war, hatte ich mit einer solch hohen Strafe nicht gerechnet.
Schon meiner alten Mutter zuliebe möchte ich nochmals bitten, die Todesstrafe umzuändern.
gez. Luise Pakull
Potsdam den 4. Aug. 1944
Gnadengesuch von Luise Pakull, 4. August 1944
Bundesarchiv R 3017/33995
Verkündung der bevorstehenden Vollstreckung des Todesurteils von Luise Pakull, 8. Dezember 1944
Bundesarchiv R 3017/33995


























