Karl Palmer
Von 1927 bis 1933 ist Palmer Kreisvorsitzender der SPD in Berlin-Steglitz. Noch im März 1933 kandidiert er zu den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung.
Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme ermittelt die Gestapo gegen ihn, das Verfahren wird jedoch am 25. September 1934 mangels Beweisen eingestellt. Karl Palmer wird schließlich V-Mann der Gestapo, berichtet über sozialdemokratische Widerstandsaktivitäten und informiert die Gestapo über Interna aus der Führung des militärischen Apparats der kommunistischen Partei in Prag.
Karl Palmer entzieht sich später einer weiteren Mitarbeit und beginnt, mit dem tschechoslowakischen Nachrichtendienst zusammenzuarbeiten. Gemeinsam mit Erwin Auchter und Wilhelm Kox übermittelt Palmer geheime militärische Informationen.
Er wird deshalb im Februar 1939 von der Gestapo festgenommen, am 9. März 1940 zusammen mit Erwin Auchter vom 2. Senat des „Volksgerichtshofes” zum Tode verurteilt und am 30. Mai 1940 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte Karl Palmer
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Erwin Auchter und Karl Palmer, 9. März 1940
Bundesarchiv R 3017/28169
Bekanntmachung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Erwin Auchter und Karl Palmer, 30. Mai 1940
Bundesarchiv Plakate 3/1/3
Verfügung betreffend die Vollstreckung des Todesurteils gegen Karl Palmer, 28. Mai 1941
Bundesarchiv R 3017/28166


























































