Rudolf Panocha
Direkt nach dem Verbot der KSČ Ende 1938 wird er von einem Bekannten damit beauftragt, in der Schuhfabrik, in der er als Schuhmodelleur tätig ist, eine illegale kommu­nistische Betriebszelle aufzubauen. Von den Mitgliedern dieser Zelle sammelt er monatliche Geldbeiträge ein und nimmt ab Mitte 1939 Kontakt zu Zellen in anderen Be­trieben auf. Zwischen August 1939 und November 1940 gibt Panocha in der Funktion eines Instrukteurs für sämt­liche Betriebszellenorganisationen im Prager Stadtteil Lieben neue Informationen oder Weisungen zur kommu­nistischen Parteiarbeit weiter. Ab November 1940 ist er als Leiter des gesamten Bezirks für alle Betriebszellen und Straßenzellen im Stadtteil Lieben verantwortlich.
Rudolf Panocha wird am 2. April 1941 festgenommen und am 23. September 1942 vom 1. Senat des „Volksge­richtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Er wird am 13. Januar 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Rudolf Panocha
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Rudolf Panocha und weitere Ange­klagte vom 23. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-549-23
Bekanntmachung der Hinrichtung von Rudolf Panocha und anderer zum Tode Verurteilter vom 13. Januar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-549-23
Sterbeurkunde von Rudolf Panocha vom 14. Januar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung







































