Rudolf Panocha

21. Dezember 1896, Budweis (České Budějovice) – 13. Januar 1943
Rudolf Panocha

Erkennungsdienstliches Foto von Rudolf Panocha, 1941

Bundesarchiv R 3017/10726, Bd. I

Rudolf Panocha wird am 21. Dezember 1896 in Budweis geboren. Im Jahr 1938 ist er für kurze Zeit Mitglied der Kommu­nistischen Partei der Tschecho­slowakei (Komu­nistická strana Česko­slovenska, kurz: KSČ) und Zellen­kassierer im „Bund der Freunde der Sowjet­union”.
Direkt nach dem Verbot der KSČ Ende 1938 wird er von einem Bekannten damit beauftragt, in der Schuh­fabrik, in der er als Schuh­modelleur tätig ist, eine illegale kommu­nistische Betriebs­zelle aufzu­bauen. Von den Mitglie­dern dieser Zelle sammelt er monatliche Geld­beiträge ein und nimmt ab Mitte 1939 Kontakt zu Zellen in anderen Be­trieben auf. Zwischen August 1939 und November 1940 gibt Panocha in der Funktion eines Instrukteurs für sämt­liche Betriebs­zellen­organi­sationen im Prager Stadtteil Lieben neue Informa­tionen oder Weisungen zur kommu­nistischen Partei­arbeit weiter. Ab November 1940 ist er als Leiter des gesamten Bezirks für alle Betriebs­zellen und Straßen­zellen im Stadtteil Lieben verantwortlich.
Rudolf Panocha wird am 2. April 1941 festge­nommen und am 23. September 1942 vom 1. Senat des „Volksge­richtshofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt. Er wird am 13. Januar 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Rudolf Panocha

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Rudolf Panocha und weitere Ange­klagte vom 23. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-549-23

Bekanntmachung der Hinrichtung von Rudolf Panocha und anderer zum Tode Verurteilter vom 13. Januar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-549-23

Sterbeurkunde von Rudolf Panocha vom 14. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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