Stanislav Panoš
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht kommt er im Sep­tember 1940 durch einen Kollegen zum ÚVOD (Ústřední vedení odboje domá­cího – Zentrale Leitung des Widerstands in der Heimat). Es handelt sich dabei um den im April 1940 ins Leben gerufenen Koordinationsausschuss dreier großer Widerstandsgruppen. Für den Fall einer Kriegsniederlage Deutschlands ist ein überparteilicher Ausschuss als Interimsregierung vorgesehen.
Stanislav Panoš sammelt lokale politische Nachrichten und schickt sie nach Prag. Umgekehrt wird er per Post mit Nachrichten über die Kriegslage versorgt.
Der zweifache Familienvater wird am 27. Oktober 1941 festgenommen und am 18. März 1943 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit drei weiteren Angeklagten wegen „Landesverrats, Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 13. Juli 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Stanislav Panoš
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Panoš und andere vom 6. Februar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-9
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Panoš und andere vom 18. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-18
Bescheid des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Stanislav Panoš vom 13. Juli 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-9
Sterbeurkunde von Stanislav Panoš vom 14. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

























































