Stanislav Panoš

10. November 1902, Schimitz (Židenice) – 13. Juli 1943
Stanislav Panoš

Porträt von Stanislav Panoš

Privatbesitz

Stanislav Panoš ist zuletzt Oberlehrer in der Volks­schule in Sche­pitz (Čepice). Von 1923 bis 1930 ist er Mitglied der Tschecho­slowa­kischen Sozial­demokrati­schen Partei (SPČ).
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht kommt er im Sep­tember 1940 durch einen Kollegen zum ÚVOD (Ústřední vedení odboje domá­cího – Zentrale Leitung des Wider­stands in der Heimat). Es handelt sich dabei um den im April 1940 ins Leben ge­rufenen Koordi­nations­ausschuss dreier großer Wider­standsgruppen. Für den Fall einer Kriegs­niederlage Deutschlands ist ein über­parteilicher Ausschuss als Interims­regierung vorgesehen.
Stanislav Panoš sammelt lokale politische Nach­richten und schickt sie nach Prag. Umgekehrt wird er per Post mit Nachrich­ten über die Kriegs­lage versorgt.
Der zweifache Familien­vater wird am 27. Oktober 1941 festge­nommen und am 18. März 1943 vom „Volksge­richts­hof” zusammen mit drei weiteren Ange­klagten wegen „Lan­desverrats, Vorbe­reitung zum Hochverrat und Feindbe­günstigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 13. Juli 1943 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Stanislav Panoš

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Panoš und andere vom 6. Februar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-9

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Panoš und andere vom 18. März 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-18

Bescheid des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Stanislav Panoš vom 13. Juli 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-9

Sterbeurkunde von Stanislav Panoš vom 14. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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