Georget Pardonce

22. Dezember 1923, Broyes – 8. September 1943
Georget Pardonce

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Georget Pardonce, um 1943

Bundesarchiv R 3001/143420

Der französische Bäcker Georget Pardonce ist seit August 1941 als „Zivilarbeiter“ in Deutschland und arbeitet zuletzt bei einem Bäckermeister in Berlin.
Zum Zeitpunkt des Verfahrens verbüßt Georget Pardonce eine dreijährige Zuchthausstrafe wegen „Kriegswirtschaftsverbrechens” und gewerbs­mäßiger Hehlerei im Zuchthaus Brandenburg.
Er wird mit 27 anderen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern wegen Einbruchsdiebstahls, Hehlerei und „Kriegswirtschaftsverbrechen” vor dem Sonder­gericht Berlin angeklagt.
Den mehrheitlich französischen Angeklagten werden insgesamt 43 Geschäftseinbrüche zwischen Anfang Februar und Mitte März 1943 in ganz Berlin zur Last gelegt. Unter den Mitangeklagten ist auch sein Bruder Georges Pardonce.
Das Sondergericht VII bei dem Landgericht Berlin ver­urteilt am 23. August 1943 insgesamt 16 der Angeklagten zum Tode, darunter auch Georget Pardonce. Die übrigen Angeklagten werden zu mehrjährigen Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt.
Der 19-jährige Georget Pardonce wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Georget Pardonce

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Georget Pardonce vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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