Georges Pardonce

12. August 1919, Ham/Somme – 8. September 1943
Georges Pardonce

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Georges Pardonce, um 1943

Bundesarchiv R 3001/143420

Der französische Bäcker Georges Pardonce ist seit Januar 1941 als „Zivilarbeiter“ in Deutschland und arbeitet zuletzt in der Brotfabrik der Firma Wittler in Berlin.
Er wird mit 27 anderen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern wegen Einbruchsdiebstahls, Hehlerei und „Kriegswirtschaftsverbrechen” vor dem Sonder­gericht Berlin angeklagt.
Den mehrheitlich französischen Angeklagten werden insgesamt 43 Geschäftseinbrüche zwischen Anfang Februar und Mitte März 1943 in ganz Berlin zur Last gelegt. Unter den Mitangeklagten ist auch sein Bruder Georget Pardonce.
Das Sondergericht VII bei dem Landgericht Berlin ver­urteilt am 23. August 1943 insgesamt 16 der Angeklagten zum Tode, darunter auch Georges Pardonce. Die übrigen Angeklagten werden zu mehrjährigen Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt.
Georges Pardonce wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Georges Pardonce

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung des Generalstaatsanwalts bei dem Landgericht Berlin über die Vollstreckung des Todesurteils an Georges Pardonce, 13. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12C Berlin II, Nr. 3185/9

Sterbeurkunde von Georges Pardonce vom 15. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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