Madeleine Parmentier

3. September 1923, Paris – 2. März 1944
Madeleine Parmentier

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Madeleine Parmentier, November 1943

Bundesarchiv R 3001/143366

Madeleine Parmentier lernt bis zum Kriegsausbruch den Beruf der Büglerin in Paris. Mitte März 1942 kommt sie als französische „Zivil­arbeiterin“ nach Deutschland, wo auch zwei ihrer Brüder arbeiten. Für anderthalb Jahre ist Parmentier für die Märkischen Möbelwerke in Halbe tätig. Nach einer Blinddarmoperation geht sie 1943 nach Berlin. Dort beteiligt sie sich im November 1943 an drei Kofferdiebstählen am Anhalter Bahnhof.
Das Sondergericht VI bei dem Landgericht Berlin verurteilt Parmentier am 2. Februar 1944 auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung“ zum Tode. Nach der Ablehnung ihres Gnadengesuchs wird die 20-jährige Madeleine Parmentier am 2. März 1944 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Madeleine Parmentier

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Ablehnung des Gnadengesuchs, 22. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12C Berlin II, Nr. 4042/1

Sterbeurkunde von Madeleine Parmentier vom 3. März 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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