Richard Parsch
1934 trifft er Franz Manlig wieder, einen sudetendeutschen Bekannten, der als V-Mann für die deutsche Abwehr tätig ist. Richard Parsch lässt dies den tschechischen Nachrichtendienst wissen, was die Verurteilung Manligs wegen Militärverrats im April 1937 zur Folge hat. Zugleich unternimmt Parsch 1936 für den tschechischen Nachrichtendienst Erkundungsreisen auf reichsdeutscher Seite. Anfang April 1936 wird er beim Versuch, Kontakt mit der Gestapo herzustellen, festgenommen und Anfang August 1936 aus Deutschland ausgewiesen.
Nach der Annexion der Sudeten und der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird Richard Parsch am 29. April 1939 festgenommen, am 3. März 1942 vom „Volksgerichtshof” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt und am 12. Juni 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Richard Parsch
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Richard Parsch vom 3. März 1942
Bundesarchiv R 3017/13465
Anordnung des Reichsjustizministers zur Urteilsvollstreckung gegen Richard Parsch vom 29. Mai 1942
Bundesarchiv R 3017/40564
Sterbeurkunde von Richard Parsch vom 12. Juni 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

































