Miloš Pastejřík

20. April 1906, Groß-Heid (Velký Bor) – 13. Juli 1943
Miloš Pastejřík

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Miloš Pastejřík, 1942

Bundesarchiv R 3001/147035

Miloš Pastejřík kommt am 20. April 1906 in Groß-Heid (Velký Bor) zur Welt. Seit 1928 unterrichtet er als Fach­lehrer in Steken (Štěkeň). Er ist Mitglied der Tschecho­slowakischen Republi­kanischen Partei und der patri­otisch geprägten Turner­organisation Sokol.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht erfährt er Ende 1940 durch einen Kollegen von der Dach­organisation der nationalen tschechoslo­wakischen Wider­standsgruppen ÚVOD (Ústřední vedení odboje domácího – Zentrale Leitung des Wider­stands in der Heimat) und dass diese nach Mitar­beitern in den Lan­desbezirken sucht.
Miloš Pastejřík ist hierzu bereit und sammelt in den Folge­monaten Nachrichten über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Ereignisse, die er nach Prag über­mittelt. Er kann zudem Jan Přib und Otakar Votruba als weitere Mitarbeiter gewinnen.
Ende Februar 1942 wird der Vater zweier Kinder festge­nommen. Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt ihn am 18. März 1943 zusammen mit Jan Přib, Otakar Votruba und Stanislav Panoš wegen „Lan­desverrats, Vorbe­reitung zum Hochverrat und Feind­begünstigung” zum Tode. Miloš Pastejřík wird am 13. Juli 1943 in Plötzensee er­mordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Miloš Pastejřík

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Panoš und andere vom 6. Februar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-9

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Panoš und andere vom 18. März 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-18

Telegramm an den „Reichsprotektor in Böhmen und Mähren“ mit Bescheid über die Hinrichtung von Miloš Pastejřík und anderen, 14. Juli 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-9

Sterbeurkunde von Miloš Pastejřík vom 14. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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