Miloš Pastejřík
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht erfährt er Ende 1940 durch einen Kollegen von der Dachorganisation der nationalen tschechoslowakischen Widerstandsgruppen ÚVOD (Ústřední vedení odboje domácího – Zentrale Leitung des Widerstands in der Heimat) und dass diese nach Mitarbeitern in den Landesbezirken sucht.
Miloš Pastejřík ist hierzu bereit und sammelt in den Folgemonaten Nachrichten über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Ereignisse, die er nach Prag übermittelt. Er kann zudem Jan Přib und Otakar Votruba als weitere Mitarbeiter gewinnen.
Ende Februar 1942 wird der Vater zweier Kinder festgenommen. Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 18. März 1943 zusammen mit Jan Přib, Otakar Votruba und Stanislav Panoš wegen „Landesverrats, Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tode. Miloš Pastejřík wird am 13. Juli 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Miloš Pastejřík
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Panoš und andere vom 6. Februar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-9
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislav Panoš und andere vom 18. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-18
Telegramm an den „Reichsprotektor in Böhmen und Mähren“ mit Bescheid über die Hinrichtung von Miloš Pastejřík und anderen, 14. Juli 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-333-9
Sterbeurkunde von Miloš Pastejřík vom 14. Juli 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

























































