Jacques Paton

21. März 1916, Paris – 8. November 1944
Jacques Paton beginnt eine Lehre zum Drucker, muss diese aufgrund eines Unfalls jedoch abbrechen und arbeitet im Großhandel seines Vaters. Im Januar 1942 kommt Paton als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland, wo er zunächst in einer Fabrik in Leipzig arbeitet. Nach einiger Zeit erhält er die Erlaubnis, zu seiner Verlobten nach Berlin zu ziehen und arbeitet hier bei Siemens. Paton entfernt sich von der Arbeit und wird in Hamburg festgenommen. Anschließend wird er der Legion Speer des Nationalsozialistischen Kraftfahr­korps in Berlin-Nikolassee zugewiesen.
Nach vier Monaten scheitert ein Fluchtversuch nach Frankreich und Paton lebt fortan ohne feste Arbeit in Berlin. Er wird mehrmals festgenommen und kann zweimal aus der Untersuchungshaft entkommen.
Das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin verurteilt Jacques Paton am 28. Oktober 1944 wegen Diebstahls auf der Grundlage der „Volksschädlings­verordnung“ zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird Jacques Paton am 8. November 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jacques Paton

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Tenor des Urteils des Sondergerichts V bei dem Landgericht Berlin gegen Jacques Paton, 28. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3805/1

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Jacques Paton, 8. November 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3805/1

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