Hervé Paulmier

29. August 1919, Saint-Senoch – 8. September 1943
Hervé Paulmier

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Hervé Paulmier, um 1943

Bundesarchiv R3001/143420

Hervé Paulmier studiert Jura, bevor er im Dezember 1942 als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland kommt. Bis März 1943 arbeitet er in der Brotfabrik Dahms in Berlin.
Er wird mit 27 anderen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern wegen Einbruchdiebstahls, Hehlerei und „Kriegswirtschaftsverbrechen” vor dem Sonder­gericht Berlin angeklagt. Den mehrheitlich französischen Angeklagten werden insgesamt 43 Geschäftseinbrüche zwischen Anfang Februar und Mitte März 1943 in ganz Berlin zur Last gelegt.
Das Sondergericht VII bei dem Landgericht Berlin ver­urteilt am 23. August 1943 insgesamt 16 der Angeklagten zum Tode, darunter auch Hervé Paulmier. Die übrigen Angeklagten werden zu mehrjährigen Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt.
Hervé Paulmier wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hervé Paulmier

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Hervé Paulmier vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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