František Pavelka
Bis Anfang 1940 ist František Pavelka in einem Brünner Telegrafenamt tätig, wo er sich an Widerstandsaktivitäten beteiligt. Nach deren Enttarnung flieht er über die Slowakei, Ungarn und die Türkei nach Frankreich und tritt im Mai 1940 in die Tschechoslowakische Auslandsarmee ein. Er nimmt an den Kämpfen in Frankreich teil und kommt im Juli 1940 nach Großbritannien, wo er eine Spezialausbildung durchläuft.
In der Nacht zum 4. Oktober 1941 glückt ihm der Fall­schirmsprung aus einer britischen Maschine über tschechischem Territorium. Aufgrund eines Navigationsfehlers landet er in der Nähe eines Guthofs. Die drei dortigen Kutscher verstecken ihn für eine Nacht und überbringen seine Nachricht an seine Kontaktleute. Er hat unter an­derem den Auftrag, der Exilregie­rung neue Chiffrierschlüssel zu überbringen und trifft in Prag auf Vertreter der ÚVOD (Zentrale Leitung des Widerstands in der Heimat).
Am 25. Oktober 1941 wird František Pavelka festgenommen und am 19. August 1942 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit František Grád, František Kalina und Antonín Krejčí wegen „Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat und unerlaubten Besitzes einer Funksendeanlage” zum Tode verurteilt. Sein Gnadengesuch für sich und die drei Kutscher wird abgelehnt und die vier Männer am 11. Januar 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Pavelka
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen František Pavelka und andere vom 19. August 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-334-7
Nachricht von František Pavelka vom 4. Oktober 1941 mit Übersetzung
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-334-4
Bescheid über die durch Erfüllung des letzten Wunsches von František Pavelka entstandene Kosten, 12. Januar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-334-7
Sterbeurkunde von František Pavelka vom 12. Januar 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



























