Josef Pawlinski

23. Januar 1911, Roschkau/Ratibor (Roszków/Racibórz) – 27. Oktober 1942
Josef Pawlinski wird am 23. Januar 1911 in Roschkau im Kreis Ratibor geboren. Nach dem Schul­besuch ist er als land­wirtschaft­licher Arbeiter auf dem Gut Lichnowsky tätig. Er ist verhei­ratet und hat zwei Kinder.
Laut der Anklage­schrift des Oberreichs­anwalts beim „Volks­gerichtshof” soll er in Orten des „sudeten­deutschen Grenz­gebietes” in den Jahren 1937 und 1938 es „fortge­setzt unter­nommen haben”, sich „Staatsge­heimnisse zu verschaffen”. Dabei soll er als Ange­höriger des Grenz­schutzes für den tschecho­slowa­kischen Nach­richten­dienst Erkundi­gungen über die SA, deutsche Zollgrenz­stellen und Stärke, Zahl und Art der Übungen des deutschen Grenz­schutzes eingeholt haben.
Josef Pawlinski wird deswegen am 4. Mai 1939 festge­nommen und am 18. August 1942 vom „Volks­gerichtshof” wegen „Landes­verrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 27. Oktober 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Pawlinski

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Pawlinski vom 14. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/34010

Sterbeurkunde von Josef Pawlinski vom 28. Oktober 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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