Kazimierz Pazur-Porayski

1. Januar 1912, Krakau (Kraków) – 12. Mai 1942
Kazimierz Pazur-Porayski

Erkennungsdienstliche Aufnahme der Gestapo von Kazimierz Pazur-Porayski

Bundesarchiv R 3017/15243

Kazimierz Pazur-Porayski wird am 1. Januar 1912 in Krakau als Sohn eines Magistrats­beamten geboren.
Sein Studium an der Bergakademie in Krakau schließt er als Diplom-Ingenieur ab und arbeitet bis zur Schließung der Hochschule im September 1939 als Assistent. Anschließend ist er in Poremba als Inge­nieur bei den Junkerswerken beschäftigt.
Sofort nach der Besetzung Polens durch die deutsche Wehrmacht schließt er sich der nationalen Wider­stands­bewegung an. In seinem unmittelbaren Wohn- und Arbeitsbereich spricht er seine Mitbür­gerinnen und Mitbürger an, um sie für den bewaffneten Widerstand gegen das NS-Besatzungsre­gime zu gewinnen.
Kazimierz Pazur-Porayski wird am 9. Juni 1940 verhaftet, am 9. Januar 1942 vom 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verur­teilt und am 12. Mai 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Kazimierz Pazur-Porayski

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Kazimierz Pazur-Porayski und andere vom 19. September 1941

Bundesarchiv R 3017/15243

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Kazimierz Pazur-Porayski und andere vom 9. Januar 1942

Bundesarchiv R 3017/15243

Berlin-Plötzensee, den 17. Januar 1942

Kasimir Pazur-Porayski

An
Hochgeehrter Herr
Justiz Reichsminister
in Berlin

Von 2-Senat Volksgerichtshof in Berlin bin ich der 9 Januar 1941 J. wegen Hochverrat zum Tode verurteilet.
Ich bitte um Gnade!
Ich bin schuldig, aber meine Tate sind nicht so wichtig. In meine Straf Sache sind auch die Seite welche sind für mich milde und sind für mich als Beweis daß ich bin nicht so feindselig gegen Deutsche Reich.
Ich bin der Opfer der andere. Was habe ich gemacht? In ganzen meinen Tätigkeit bin ich, so klar bei Vernehmungen gesagt habe, inziehehen, überrascht und verwickelt. Daher bitte sehr nehmen Sie das alles unter sein Gericht, das, was ist für mich milde und geben Sie mir die Gnade. -
In ganzen meinem Leben ich war nirgend feindlich für Deutsche Reich.
Politisch ich war untätigt. Ich arbeite nur als Fachmann in meinem Beruf.

Ich will Sie Hochgeehrter Herr ReichsMinister geben das Beweich für meine nicht feindseligkeit und für meine beste Wille für die Deutsche Reich. Noch vor dem Kriege ich arbeitete mit mein Schwager DiplIng. L. Okrzanski über Aluminium. Dieser Erfindung so Okrzanski auch ich, wollen wir realisiren in Deutschland mit 2 Deutsche prof. Neugebaur von Charlottenburg und Ing. Zenk von Vien.
Und jetzt ich will die ganze meine Arbeit geben für die Deutsche Reich als Beweis für meine beste Wille und ganze Lojalität und in diese Richtung will ich arbeiten. -
Noch bitte ich um meine Leben für Mutter. Sie ist 72 Jahre alt. Ich bin ihr seiner einziger Sohn. Bitte Sein Sie auch für Sie Barmherzig.
Ich glaube, und ich hoffe, daz Sie Hochgeehrter Herr Reichsminister erhöre meine Bitte und ich werde bekommen die Gnade der Deutsche Gerechtikeit.
Mein Schuld ist gross, aber Ihre Gnade wird für mich das Leben. -
Hochachtungsvoll
Kasimir Pazur-Porayski

Gnadengesuch von Kazimierz Pazur-Porayski vom 17. Januar 1942

Bundesarchiv R 3017/15243

Sterbeurkunde von Kazimierz Pazur-Porayski vom 12. Mai 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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