Miloslav Pecánek

9. November 1909, Felbabka/Horowitz (Felbabka/Hořovice) – 21. April 1943
Miloslav Pecánek

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Miloslav Pecánek, 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-258-12

Miloslav Pecánek wird am 9. November 1909 in Felbabka geboren und dient nach Ende des Ersten Weltkrieges als Leutnant in der Tschecho­slowakischen Armee. Zuletzt hat er ein Kommando bei der Lehranstalt für Panzerwa­gentruppen in Wischau inne, bevor er im September 1939 in eine Zivilstellung an die Kraft­fahrschule in Klattau wechselt.
Pecánek wird Mitte des Jahres 1939 für die Obrana Ná­roda (ON – Vertei­digung der Nation) angewor­ben, einer geheimen Organisation tschecho­slowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protek­torats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 bildet und deren Mitglie­der versuchen, unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzu­bauen. Mit einem für ihn angeschafften Kraftrad überbringt er als Kurier­offizier Meldungen und Berichte zwischen den illegalen ON-Kommandos in Pilsen und Klattau.
Miloslav Pecánek wird vom 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs” am 5. November 1942 wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat und der landes­verräterischen Feindbegünsti­gung” zum Tode verurteilt und am 21. April 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Miloslav Pecánek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Miloslav Pecánek und weitere Ange­klagte vom 5. November 1942

Bundesarchiv R 3017/8354

Gnadengesuch von Miloslav Pecánek mit Übersetzung vom 25. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-258-12

Sterbeurkunde von Miloslav Pecánek vom 22. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Vollstreckung der Urteile gegen Miloslav Pecánek und weitere Verurteilte

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-258-5

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