Erich Perbandt

23. Dezember 1894, Königsberg (Kaliningrad) – 7. September 1943
Erich Perbandt nimmt bis November 1918 am Ersten Weltkrieg teil, wird verwundet und ab 1928 als Kriegs­versehrter abgefunden. Gemeinsam mit seiner Ehefrau lebt er in Königsberg und arbeitet dort als Kellner.
Seit Juni 1943 ist er in einer Gastwirtschaft in Sorgenau tätig und bekommt dort Besuch von seinem ehemaligen Kollegen Richard Buchwald. Die beiden unterhalten sich vor den Gästen über die militärischen Niederlagen an der Ostfront.
Am 7. August 1943 wird Erich Perbandt festgenommen und gemeinsam mit Richard Buchwald wegen „Wehr­kraftzersetzung und Feindbegünstigung“ angeklagt. Der 1. Senat des „Volksgerichtshof“ verurteilt die beiden Kellner am 3. September 1943 zum Tode.
Am Morgen des 7. September werden Richard Buchwald und Erich Perbandt in das Strafgefängnis Plötzensee überstellt und dort am selben Tag im Rahmen der sogenannten Blutnächte erhängt.
In einem Schnellverfahren, in dem sie keine Möglichkeit gehabt haben, selbst ein Gnadengesuch zu stellen, ist kurz zuvor ein Gnadenerweis für sie abgelehnt worden. Eine Vollstreckung des Todesurteils ist zum Zeitpunkt der Hinrichtung jedoch noch nicht angeordnet worden.

Dokumente

Gefangenenkarte von Erich Perbandt

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Erich Perbandt und Richard Buchwald, 3. September 1943

Bundesarchiv R 3017/5416

Ablehnung eines Gnadenerweises für Richard Buchwald und Erich Perbandt vom 7. September 1943

Bundesarchiv R 3017/5416

Anordnung zur Vollstreckung des Todesurteils gegen Richard Buchwald und Erich Perbandt vom 9. September 1943

Bundesarchiv R 3017/5416

Mitteilung über die Hinrichtung von Erich Perbandt, 31. Dezember 1943

Bundesarchiv R 3017/5416

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