Walter Peres
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht geht er im April 1939 nach Budapest und leitet vom neu gegründeten „Balkanbüro” des „Daily Express” zusammen mit einem britischem Kollegen Informationen aus dem „Protektorat” weiter. Diese, unter anderem auch von seiner Lebensgefährtin Luisa Reich­mann zusammengetragen, werden zur Exilregierung nach London und ins westliche Ausland übermittelt.
Walter Peres ist in Budapest unter anderem in Kontakt mit dem Agenten des französischen Nachrichtendienstes Miloš Bondy senior – der zweiten wichtigen Nachrichtenverbindung –, Hugo Vávra sowie dem Netzwerk der militärischen Wider­:standsorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation).
Am 27. Juni 1940 wird Walter Peres von der ungarischen Polizei festgenommen und an Deutschland ausgeliefert. Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 14. Januar 1942 zusammen mit Otakar Doležal wegen „Landesverrat, Feindbegünstigung und Hochverrat” zum Tode, beide werden am 12. Mai 1942 im Strafgefängnis Berlin Plötzensee er­mordet.
Luisa Reichmann wird ebenfalls zum Tode verurteilt und am 18. Dezember 1942 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Walter Peres
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otakar Doležal und Walter Peres vom 14. Januar 1942
Bundesarchiv R 3017/9408
Sterbeurkunde von Walter Peres vom 12. Mai 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung































