Arthur Peschke

5. August 1907, Roben/Leobschütz (Równe/Głubczyce) – 22. Januar 1938
Arthur Peschke stammt aus Ober­schlesien, ist land­wirt­schaft­licher Arbeiter und lebt mit seiner Frau und drei Kindern zuletzt in Hotzen­plotz (Osoblaha) im Sudeten­gebiet.
Ende 1935 lässt er sich für den tsche­chischen Nach­richten­dienst anwerben und liefert diesem bis zu seiner Fest­nahme im Früh­sommer 1936 Informa­tionen aus dem deutsch-tsche­chischen Grenz­gebiet.
Arthur Peschke wird am 26. Mai 1936 festge­nommen. Der 4. Senat des „Volks­gerichts­hofs” verurteilt ihn am 26. Juni 1937 wegen „Landes­verrats” zum Tode.
Ende Oktober wird er in die Beobachtungsstation des Strafgefängnisses Plötzensee verlegt, er leidet zuletzt an einer Haftpsychose. Sämtliche Gnadengesuche werden abgelehnt und Arthur Peschke am 22. Januar 1938 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Arthur Peschke

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Arthur Peschke und eine weitere Person vom 26. Juni 1937

Bundesarchiv R 3017/42111

Anordnung der Verlegung von Arthur Peschke in die Beobachtungsstation des Strafgefängnisses Plötzensee, 27. Oktober 1937

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-34-4

Bekanntmachung der Hinrichtung von Arthur Peschke aus dem Jahr 1938

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-34-4

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