Heinrich Peters

11. Oktober 1882, Münchehagen – 7. Dezember 1939
Heinrich Peters

Erkennungsdienstliches Foto von Heinrich Peters

Bundesarchiv R 3017/34067

Der Berufs­musiker Heinrich Peters ist von 1903 bis 1910 Ange­höriger der bayerischen königlichen Armee, zuletzt als Sergeant. Von 1914 bis 1917 nimmt er am Ersten Welt­krieg teil, dann wird er als dienst­untauglich entlassen. Er arbeitet anschlie­ßend als Ange­stellter bei verschie­denen Landrats­ämtern und nach seiner Heirat im Konfek­tions­geschäft seiner Ehefrau in Labes (Łobez).
Im August 1933 verfasst Heinrich Peters ein Manus­kript mit dem Titel „Deutsch­völkische Männer erwacht aus eurer Hypnose”, in dem er die national­sozialis­tische Regierung angreift. Er wird denun­ziert und am 13. Oktober 1933 vom Sonder­gericht Stettin wegen Verstoßes gegen die „Verord­nung zur Abwehr heim­tückischer Angriffe gegen die Regierung der nationalen Erhebung” zu neun Monaten Gefäng­nis verurteilt.
Nach der Trennung von seiner Frau zieht Peters 1939 nach Berlin und lebt von Erspar­nissen und Zuwen­dungen seiner geschie­denen Ehefrau. Peters stellt bereits seit 1936 unter dem Pseudonym „Peter­mann” illegale Flug­schriften her, die sich gegen die Politik des NS-Regimes richten und die er vor allem seit 1939 in großem Umfang verbreitet.
Heinrich Peters wird am 6. Dezember 1939 vom „Volks­gerichts­hof” wegen „Landes­verrats und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt. Bereits einen Tag später wird er im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Heinrich Peters

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Heinrich Peters, 6. Dezember 1939

Bundesarchiv R 3018/3613

Ablehnung eines Gnadenerweises für Heinrich Peters, 6. Dezember 1939

Bundesarchiv R 3017/5434

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Heinrich Peters, 7. Dezember 1939

Bundesarchiv R 3017/5434

Bekanntmachung der Hinrichtung von Heinrich Peters, 7. Dezember 1939

Bundesarchiv R 3017/5434

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