Joseph Peters

12. Juni 1894, Verviers – 1. Juli 1943
Der Sohn eines belgischen Korb­machers besucht das Gymnasium und anschließend das Priester­seminar. 1921 wird er zum katholischen Priester geweiht. Bis 1930 arbeitet er als Lehrer und Rektor an katho­lischen Einrich­tungen, zuletzt an der höheren Mädchen­schule in Malmedy.
Nach der Besetzung Belgiens und der „Rück­gliederung” von Eupen-Malmedy ins Deutsche Reich 1940 wird Peters von jungen wehr­pflichtigen Männern um Rat gebeten, wie sie sich bei der Einberufung zur Wehr­macht und zum Reichsarbeits­dienst verhalten sollen. Peters rät ihnen zur Flucht nach Belgien.
Er wird de­nunziert, am 1. Oktober 1942 festge­nommen und am 4. Mai 1943 vom 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Zersetzung der Wehr­kraft mit landes­verräterischer Feindbe­günstigung” zum Tode verurteilt.
Joseph Peters wird am 1. Juli 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Joseph Peters

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift gegen Joseph Peters, 13. März 1943

Bundesarchiv R 3017/5650

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Joseph Peters, 4. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/5650

Sterbeurkunde von Joseph Peters vom 2. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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