Max Peters
Sein 1929 gemeinsam mit seiner Frau in Zehden eröffnetes Lebensmittelgeschäft muss er 1933 schließen, nachdem er im März 1933 wegen kommunistischer Betätigung festgenommen und im Konzentrationslager Sonnenburg inhaftiert worden ist. Das Kammergericht Berlin verurteilt ihn am 13. Februar 1934 zu drei Jahren Zuchthaus.
Nach der Entlassung arbeitet Max Peters als Werkzeugmacher. Wiederholt wird gegen ihn wegen „kommunistischer und staatsfeindlicher sowie wehrkraftzersetzender Äußerungen” ermittelt. Von Oktober 1940 bis Dezember 1943 lebt er in Berlin-Neukölln zur Unter­miete. 1944 heiratet er in zweiter Ehe Helene Franz, die als Dienstverpflichtete in Fürstenwalde/Spree lebt.
Im Januar 1944 wird Peters von seiner ehemaligen Zimmerwirtin denunziert. Ihm wird vorgeworfen, über die nationalsozialistische Führung geschimpft und den Krieg als verloren bezeichnet zu haben.
Max Peters wird vom Kammergericht Berlin am 8. Dezember 1944 wegen „Wehrkraftzersetzung” zum Tode verurteilt und am 26. Januar 1945 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Max Peters
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des Generalstaatsanwalts beim Kammergericht Berlin gegen Max Peters, 16. August 1944
Bundesarchiv R3017/48263




