Ingeborg Pflug

2. Juli 1924, Brandenburg/Havel – 3. November 1944
Ingeborg Pflug

Erkennungsdienstliches Foto von Ingeborg Pflug, Juni 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3499

Ingeborg Pflug wird 1924 als unehe­liches Kind geboren und 1927 von ihrem Stief­vater Karl Pflug, der als Straßen­bahn­schaffner in Potsdam arbeitet, adoptiert. Nach der Volks­schule arbeitet sie im Haushalt eines Maler­meisters, leistet einen sechs­monatigen Arbeits­dienst und kommt schließlich in Fürsorge­erziehung in Mädchen­heime. Wegen Diebstählen wird sie zu kürzeren Haftstrafen verurteilt.
1943 verurteilt das Amts­gericht Branden­burg Ingeborg Pflug zu 13 Monaten Gefängnis, die sie seit dem 17. Dezember 1943 im Frauen­jugend­gefängnis Berlin-Lichtenberg verbüßt. Im Mai 1944 reißt sie während der Arbeit in einem Außen­kommando in Ketzin mit einem anderen Mädchen aus und stiehlt in ihrem Heimat­ort Bran­denburg teils durch Keller­einbrüche Lebens­mittel, Kleidung und ein Fahr­rad, bis sie am 12. Juni 1944 festge­nommen wird.
Am 19. Oktober 1944 verur­teilt das Sonder­gericht V bei dem Land­gericht Berlin Ingeborg Pflug auf Grundlage der „Verord­nung gegen Volks­schädlinge” zum Tode. Sie wird am 3. November 1944 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Ingeborg Pflug

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilsformel des Sondergerichts V bei dem Landgericht Berlin gegen Ingeborg Pflug vom 19. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3499/2

Sterbeurkunde von Ingeborg Pflug vom 4. November 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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