Artur Philipp

5. September 1912, Gießen – 28. April 1943
Artur Philipp absolviert nach dem Besuch der Volks­schule zunächst eine kauf­männische Lehre. 1932 meldet er sich zum Freiwilligen Arbeits­dienst, wird Ausbilder an einer Motor­sportschule des National­sozialistischen Kraft­fahrtkorps und arbeitet in ver­schiedenen Flugzeug­werken. Ab 1938 lebt er mit Marta Altmeyer, die er 1940 heiratet, in Berlin. Im Februar 1940 wird er zur Wehr­macht eingezogen und nimmt am Frankreich- und Afrika­feldzug teil.
Am 5. September 1941 wird Artur Philipp bei seiner Truppe festge­nommen, wenige Tage später wird auch seine Frau in Haft genommen. Das Ehepaar wird im Oktober 1942 gemeinsam mit zehn weiteren Personen wegen Verstoßes gegen die „Kriegs­wirtschafts­verordnung” und Urkunden­fälschung ange­klagt. Artur Philipp wird vorge­worfen, mit gefälschten Urlaubs­scheinen seiner Wehr­macht­dienststelle in großem Umfang Lebensmittel­karten erschlichen und gemeinsam mit seiner Frau damit gehandelt zu haben.
Artur und Marta Philipp werden am 21. Dezember 1942 vom Sonder­gericht IV beim Land­gericht Berlin zum Tode verurteilt. Nachdem sein Gnaden­gesuch abgelehnt worden ist, wird Artur Phillipp am 28. April 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Artur Philipp

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Ablehnung des Gnadengesuchs von Arthur Philipp durch den Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres, 19. April 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 14634

Sterbeurkunde von Artur Philipp vom 28. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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