Marta Philipp

11. März 1914, Püttlingen/Saar – 28. April 1943
Marta Altmeyer wächst bei ihren Groß­eltern auf und führt nach dem Besuch der Volks­schule und eines Internats zunächst deren Haushalt. Es kommt jedoch zum Zerwürfnis. Marta Altmeyer wird in den folgenden Jahren mehrfach wegen Urkunden­fälschung, Betrugs und Diebstahls zu kurzen Haft­strafen verurteilt. 1938 lernt sie Artur Philipp kennen, den sie 1940 heiratet und der im selben Jahr zur Wehr­macht eingezogen wird.
Marta Philipp wird am 9. September 1941 wenige Tage nach ihrem Mann festge­nommen. Das Ehepaar wird im Oktober 1942 gemeinsam mit zehn weiteren Personen wegen Verstoßes gegen die „Kriegs­wirtschafts­ver­ordnung” und Urkunden­fälschung angeklagt.
Marta Philipp wird vorgeworfen, in großem Umfang mit Urlauber-Lebens­mittelkarten gehandelt zu haben, die ihr Mann mit gefälschten Urlaubs­scheinen der Wehrmacht beschafft hat. Artur und Marta Philipp werden am 21. Dezember 1942 vom Sonder­gericht IV beim Landgericht Berlin zum Tode verurteilt.
Nachdem ihr Gnaden­gesuch abgelehnt worden ist, wird Marta Phillipp am 28. April 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Marta Philipp

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Marta Philipp vom 28. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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