Josef Picko
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich im September 1939 der illegalen Gruppe der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) im Bezirk Wildenschwert an, für die er unter anderem Flugschriften herstellt.
Am 27. November 1940 wird Josef Picko von der Gestapo festgenommen. Am 26. November 1942 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn zusammen mit Josef Kovář, Alois Blaška, Ladislav Lochman und Ladislav Slezák wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode.
Im Januar 1943 beantragt Josef Pickos Verteidiger die Aussetzung der Urteilsvollstreckung, weil dieser von 1935 bis 1937 an einer Geisteskrankheit gelitten haben soll, im Februar wird seine Übersendung für sechs Wochen in die Wittenauer Heilstätten zur Beobachtung seines Geistes­zustands bewilligt.
Ein nervenfachärztliches Gutachten des Ärztlichen Di­rektors vom 24. Mai 1943 diagnostiziert eine Haftpsy­chose „als Folge des [...] Verfahrens”, zum Tatzeitpunkt habe der Angeklagte jedoch „bewusst logisch und ziel­sicher gehandelt”. Josef Picko wird am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Picko
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kovář und andere vom 11. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-1
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kovář und andere vom 26. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-9
Telegramm mit Anordnung der Überprüfung der Erkrankung von Josef Picko, 11. Januar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-2
Sterbeurkunde von Josef Picko vom 9. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



































