Andreas Picqueur

6. Februar 1900, Roeselare – 12. November 1943
Andreas Picqueur

Erkennungsdienstliches Foto von Andreas Picqueur

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 3365

Andreas Picqueur ist verhei­ratet und Vater von vier Kindern. Im Juni 1942 kommt er als belgischer „Zivil­arbeiter“ nach Deutschland.
Andreas Picqueur wohnt in Berlin-Siemens­stadt und arbeitet bis Oktober 1942 als Schiffs­führer in der Trans­port­flotte Speer. Wegen einer Krankheit wird er nicht mehr als Schiffer, sondern als Lager­arbeiter einge­setzt. Während dieser Zeit begeht er Einbrüche und Dieb­stähle. Am 14. Oktober 1942 wird er festge­nommen und am 25. Februar 1943 zu sechs Jahren Zucht­haus verurteilt. Anfang Mai 1943 wird er aus dem Strafge­fängnis Plötzensee in das Gefange­nenlager Rodgau/Dieburg über­führt.
Am 25. Mai 1943 reicht der Ober­reichs­anwalt beim Reichs­gericht eine Nichtig­keitsbe­schwerde gegen das Urteil des Sonder­gerichts Berlin ein. Bei der erneuten Haupt­verhandlung vor dem Sonder­gericht  V bei dem Landgericht Berlin wird Andreas Picqueur am 21. Oktober 1943 auf der Grund­lage der „Volks­schädlings­verord­nung“ zum Tode verur­teilt.
Andreas Picqueur wird am 12. Novem­ber 1943 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Andreas Picqueur

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Andreas Picqueur vom 13. November 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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