Andreas Picqueur
Andreas Picqueur wohnt in Berlin-Siemensstadt und arbeitet bis Oktober 1942 als Schiffsführer in der Transportflotte Speer. Wegen einer Krankheit wird er nicht mehr als Schiffer, sondern als Lagerarbeiter eingesetzt. Während dieser Zeit begeht er Einbrüche und Diebstähle. Am 14. Oktober 1942 wird er festgenommen und am 25. Februar 1943 zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Anfang Mai 1943 wird er aus dem Strafgefängnis Plötzensee in das Gefangenenlager Rodgau/Dieburg überführt.
Am 25. Mai 1943 reicht der Oberreichsanwalt beim Reichsgericht eine Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Sondergerichts Berlin ein. Bei der erneuten Hauptverhandlung vor dem Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin wird Andreas Picqueur am 21. Oktober 1943 auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung“ zum Tode verurteilt.
Andreas Picqueur wird am 12. November 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Andreas Picqueur
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von Andreas Picqueur vom 13. November 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





