Fritz Pigorsch

6. Februar 1897, Stettin (Szczecin) – 30. Mai 1940
Fritz Pigorsch arbeitet als Maler in seiner Heimat­stadt Stettin. Er wird zum Militär­dienst einbe­rufen und dient im I. Ersatz­bataillon 94 in Köslin (Koszalin).
Bereits kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegs­sonder­straf­rechts­verord­nung” in Kraft getreten, nach der die Ver­weige­rung des Militär­­dienstes als „Zer­set­zung der Wehr­kraft” geahn­det und mit dem Tode bestraft werden kann.
Am 14. Februar 1940 wird Fritz Pigorsch vor dem Ober­reichs­kriegs­anwalt der „Wehr­kraft­zerset­zung” ange­klagt und vier Wochen später, am 14. März 1940, vom Reichs­kriegs­gericht zum Tode verur­teilt. Die genauen Vor­würfe sind nicht bekannt.
Fritz Pigorsch wird nach Berlin über­führt und am 30. Mai 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Fritz Pigorsch

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Fritz Pigorsch vom 30. Mai 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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