Johann Pindor

14. September 1909, Kameral Ellgoth (Komorní Lhotka) – 16. Oktober 1944
Johann Pindor wird am 14. September 1909 in Kameral Ellgoth (Komorní Lhotka) im Teschener Kreis geboren, der seit 1918 zu Polen und nach dem Polnisch-Tsche­chischen Grenzkrieg 1920 zur Tschechoslowakei ge­hört. Nach dem Besuch einer polnischen Volksschule arbeitet er im landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern und dann in anderen Betrieben als Waldarbeiter und Knecht.
Das Teschener Gebiet wird 1938 von Polen annektiert und nach dem deutschen Überfall auf Polen vom Deut­schen Reich. Johann Pindor wird zum Wehrdienst in die deutsche Wehrmacht eingezogen, jedoch nach einiger Zeit wieder entlassen. Am 28. März 1944 versorgt er sechs aus einem Lager in Teschen geflüchtete sowje­tische Kriegsgefangene mit Nahrung und Zivilkleidung.
Er wird am 4. Mai 1944 festgenommen und am 21. Juni 1944 vom „Volksgerichts­hof” wegen „landesverräteri­scher Feindbegünstigung” angeklagt. Am 30. Juli 1944 wird Johann Pindor ins Strafgefängnis Plötzensee überführt, wo er am 16. Oktober 1944 stirbt.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Johann Pindor

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Johann Pindor vom 21. Juni 1944

Bundesarchiv R 3017/49646

Schreiben des „Volksgerichtshofs“ an den Direktor der Wittenauer Heilstätten mit Bescheid über den Tod von Johann Pindor, 20. Oktober 1944

Bundesarchiv R 3017/19719

Beschluss des „Volksgerichtshofs“ über Erledigung des Verfahrens gegen Johann Pindor, 8. November 1944

Bundesarchiv R 3017/19719

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