Jindřich Pintera

6. Juli 1915, Snowidek (Snovídky) – 12. Juli 1943
Jindřich Pintera

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Jindřich Pintera

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-7

Jindřich Pintera wird am 6. Juli 1915 in Snowidek ge­boren und dient ab 1937 zwei Jahre als Bomben­flieger bei einem tschecho­slowakischen Flieger­regiment.
Der Verkäufer lernt im Früh­sommer 1940 über einen Bekannten den sowjetischen Agenten Vladislav Bobák kennen. Bobák baut auf Anweisung des sowjetischen General­konsuls seit April 1940 in Prag und Brünn eine Spionage­organisation auf, für die er neue Agenten und Informanten anwirbt. Pintera vermittelt bis Ende Januar 1941 über zehn, teilweise in seiner Wohnung stattfin­dende, Zusammen­künfte zwischen Bobák und einem ihm bekannten Maschinen­schlosser, der an der Verbesserung von Flug­zeug­motoren arbeitet. Im November 1940 fer­tigt er für Bobák eine Skizze des Brünner Flugplatzes und dessen Umgebung an, auf der auch die bestehenden Kasernen einge­zeichnet sind.
Jindřich Pintera wird am 18. April 1941 festge­nommen und zusammen mit weiteren Angeklagten am 12. No­vember 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle zehn zum Tode Verur­teilten werden am 12. Juli 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jindřich Pintera

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jindřich Pintera vom 31. Juli 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jindřich Pintera vom 12. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Ablehnung des Gnadenerweises für Jindřich Pintera durch die Gestapo vom 28. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-467-2

Sterbeurkunde von Jindřich Pintera vom 13. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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