Antonius Pisart

30. November 1918, Amsterdam – 24. November 1944
Antonius Pisart stammt aus Amsterdam und erlernt nach der Volksschule das Tischlerhandwerk. Im Februar 1943 kommt er als „Zivilarbeiter” nach Deutschland und ist zuletzt bei der Deutschen Reichsbahn als Gepäckarbeiter am Bahnhof Berlin-Lichterfelde Ost eingesetzt.
Er wird am 6. November 1944 vom Sonder­gericht III beim Landgericht Berlin zusammen mit dem niederlän­dischen „Zivilarbeiter” Johannes van Wilgenburg auf Basis der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode ver­urteilt, weil beide „unter Ausnutzung der Kriegsverhält­nisse in großem Umfange auf Berliner Bahnhöfen auf­gegebene Gepäckstücke gestohlen und ihren Inhalt im Schleichhandel abgesetzt” haben sollen.
Antonius Pisart wird am 24. November 1944 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Antonius Pisart

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des Sondergerichts bei dem Landgericht Berlin gegen Antonius Pisart und Johannes van Wilgenburg, 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 3683

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