Hermann Pissulla
Im August 1939 überquert er die polnische Grenze und wird, als er sich bei der Grenzwacht meldet, vom polnischen Nachrichtendienst befragt. Dabei gibt er Auskunft über die deutsche Mobilmachung im Grenz­gebiet. Wegen seines illegalen Grenzübertritts wird er zu einer kurzen Haftstrafe verurteilt, bekommt dann jedoch die Genehmigung zum Aufenthalt in Polen.
Während der sowjetischen Besetzung Ostpolens hält sich Hermann Pissulla in Lemberg (Ľviv) auf und wird dort von einer sowjetische Miliz vernommen. Er gibt sich als Kommunist aus und erklärt, dass das deutsche Volk den National­sozialismus ablehne und eine Revolution bevorstehe.
Hermann Pissulla wird am 22. April 1942 festgenommen und am 25. November 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 22. Februar 1943 im Strafgefängnis Berlin- Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Hermann Pissula
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volks­gerichtshofs” gegen Hermann Pissulla vom 19. September 1942
Bundesarchiv R 3017/39361
Urteil des „Volks­gerichtshofs” gegen Hermann Pissulla vom 25. November 1942
Bundesarchiv R 3017/39361
Ablehnung eines Gnadenerweises für Hermann Pissulla durch den Reichsminister der Justiz vom 9. Februar 1943
Bundesarchiv R 3017/39361
Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Hermann Pissulla vom 16. Februar 1943
Bundesarchiv R 3017/39361




















