Hermann Pissulla

28. Mai 1908, Eichenkamp/Kreis Beuthen (Smolnica) – 22. Februar 1943
Der im ober­schlesischen Eichen­kamp geborene Hermann Pissulla arbeitet nach dem Besuch der Volks­schule zunächst in der Land­wirtschaft seiner Eltern, später als Wald­arbeiter. 1935 gehört er für kurze Zeit dem deutschen Grenzschutz an.
Im August 1939 überquert er die polnische Grenze und wird, als er sich bei der Grenz­wacht meldet, vom polnischen Nach­richten­dienst befragt. Dabei gibt er Auskunft über die deutsche Mobil­machung im Grenz­gebiet. Wegen seines illegalen Grenz­übertritts wird er zu einer kurzen Haftstrafe verurteilt, bekommt dann jedoch die Geneh­migung zum Aufenthalt in Polen.
Während der sowje­tischen Besetzung Ostpolens hält sich Hermann Pissulla in Lemberg (Ľviv) auf und wird dort von einer sowjetische Miliz vernom­men. Er gibt sich als Kommunist aus und erklärt, dass das deutsche Volk den National­sozia­lismus ablehne und eine Revolution bevorstehe.
Hermann Pissulla wird am 22. April 1942 festge­nommen und am 25. November 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Landes­verrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 22. Februar 1943 im Straf­gefängnis Berlin- Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hermann Pissula

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volks­gerichtshofs” gegen Hermann Pissulla vom 19. September 1942

Bundesarchiv R 3017/39361

Urteil des „Volks­gerichtshofs” gegen Hermann Pissulla vom 25. November 1942

Bundesarchiv R 3017/39361

Ablehnung eines Gnadenerweises für Hermann Pissulla durch den Reichsminister der Justiz vom 9. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/39361

Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Hermann Pissulla vom 16. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/39361

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