Evarist Piťha
Anfang 1939 beherbergt er einige Wochen lang den emigrierten polnischen Bauernführer Wincenty Witos und verhilft ihm nach Errichtung des „Protektorats” Ende März 1939 zur Flucht nach Polen.
Im Frühjahr 1940 erhält Evarist Piťha den Auftrag, nähere Feststellungen über die politische und wirtschaftliche Lage in den „eingegliederten Ostgebieten und im Generalgouvernement” zu treffen und nach Prag zu kommunizieren. Zur Sammlung von Nachrichten nutzt er vor allem seinen Bekannten Ludvík Ciahotný.
Nach seiner Ende Oktober 1940 erfolgten Festnahme verurteilt der „Volksgerichtshof” Evarist Piťha am 8. Juli 1942 zusammen mit Ludvík und Jan Ciahotný wegen „Landesverrats, landesverräterischer Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Alle drei Männer werden am 6. November 1942 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Evarist Piťha
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Untersuchungshaftbefehl gegen Evarist Piťha vom 11. Januar 1941
Bundesarchiv R 3017/13663, Bd. I
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Evarist Piťha und andere vom 8. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/13663, Bd. I
Gnadengesuch von Evarist Piťha vom 4. August 1942 mit Übersetzung
Bundesarchiv R 3017/13663, Bd. II
Fernschreiben des Oberreichsanwalts an den „Reichsprotektor“ zur Vollstreckung des Urteils gegen Evarist Piťha und weitere Personen vom 7. November 1942
Bundesarchiv R 3017/13663, Bd. II














































