Sofie Pitkowski
1932 zieht Sofie Pitkowski nach Kowno (Kaunas) und arbeitet im dortigen Stadtkrankenhaus. Nach der Besetzung Litauens durch sowjetische Truppen im Juni 1940 wechselt sie in die Universitätsklinik.
Im September 1940 lässt sie sich für den sowjetischen Nachrichtendienst anwerben und sagt zu, nach Deutschland umzusiedeln und aus einem Lazarett militärische Informationen zu liefern. Sie stellt als „Volksdeutsche” einen Einbürgerungsantrag und wird am 28. Februar 1941 in ein „Umsiedlungslager” in Neidenburg (Ostpreußen) gebracht. Am 1. Mai 1941 wird sie festgenommen.
Sofie Pitkowski wird am 14. Januar 1942 vom 3. Senat des Reichskriegsgerichts wegen „Landesverrats” und der „Ausspähung von Staatsgeheimnissen” zum Tode verurteilt. Obwohl sie noch keine Informationen sammeln konnte, habe sie sich „allein durch die Verschweigung ihrer Beziehungen zum russischen Nachrichtendienst des Landesverrats schuldig” gemacht.
Sofie Pitkowski wird am 27. März 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Sofie Pitkowski
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Auszug aus dem Register des Reichs­kriegsgerichts mit dem Eintrag zu Sofie Pitkowski
Militärhistorisches Archiv, Prag 39/14.9
Sterbeurkunde von Sofie Pitkowski vom 27. März 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





