Jan Placák

26. März 1900, Freiberg in Mähren (Příbor) – 6. November 1942
Jan Placák absol­viert ein Inge­nieurs­studium an der Tech­nischen Hoch­schule in Prag, tritt 1926 in die Škoda-Werke Pilsen (Plzeň) ein und leitet zuletzt die große Montage­halle. Im August 1939 wird er Werk­leiter des Škoda-Werks in Adams­thal bei Brünn (Brno). Seit 1936 ist er Mitglied der Turner­vereini­gung Sokol sowie der tsche­cho­slowa­kischen Agrar­partei.
Nach der Annexion der Sudeten und der Zerschla­gung der Tschecho­slowa­kei durch das Deutsche Reich schließt sich Jan Placák der tschechischen Wider­stands­bewegung an. Für die sich aus früheren Offizieren formie­rende Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation), die einen bewaffneten Umsturz plant, sucht er aus den Škoda-Werken Waffen zu beschaffen und Arbeiter für deren Bedie­nung zu rekru­tieren.
Jan Placák wird am 30. Juni 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Vor­berei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode verur­teilt und am 6. November 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jan Placák

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

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