Ernst Plaeger

22. Februar 1910, Rixdorf – 8. September 1943
Ernst Plaeger

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Ernst Plaeger, 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2961

Ernst Plaeger ist nach dem Besuch der Volksschule zunächst als Bote, später als Notstandsarbeiter bei der Bahn und ab 1938 als Schuhmacher tätig. Er wird mehrfach wegen verschiedener Eigentumsdelikte und Körperverletzung zu Haftstrafen verurteilt.
Am 5. März 1942 wird er erneut festgenommen und am 27. August 1942 vom Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin wegen „schwerem Diebstahl im Rückfalle” und als „gefährlicher Gewohn­heits­verbrecher” zu einer Zuchthausstrafe von 7 Jahren verurteilt. Das Reichsgericht hebt am 25. Februar 1943 auf Antrag des Oberreichsanwalts das Urteil gegen Plaeger jedoch auf.
Ernst Plaeger dem es zeitweilig gelingt, aus der Haft zu entkommen, wird in einem weiteren Prozess am 10. August 1943 vom Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin zum Tode verurteilt. Er wird in der Nacht vom 7. auf den 8. September 1943 im Rahmen der sogenannten Blutnächte erhängt.

Dokumente

Gefangenenkarte von Ernst Plaeger

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Tenor der Aufhebung des Urteils des Sondergerichts IV gegen Ernst Plaeger durch das Reichsgericht, 25. Februar 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2961

Sterbeurkunde von Ernst Plaeger vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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