Johann Plesinski
Im Frühjahr 1941 meldet er sich für den Arbeitseinsatz in Deutschland und kommt als „Zivilarbeiter” nach Hamburg, wo er als Motorenwärter arbeitet. Johann Plesinski wird am 5. Januar 1942 fest­genommen. Im März 1942 werden auch Anton Giemza und Jan Szałański, ebenfalls polnische „Zivilarbeiter”, in Haft genommen. Die drei Männer werden beschuldigt, unter französischen und polnischen „Zivilarbeitern“ für den Kommunismus geworben, aus Frankreich eingeführtes kommunistisches Propagandamaterial verlesen und weitergegeben zu haben. Plesinski soll zudem im Auftrag der illegalen KPF versucht haben, Kontakte zu deutschen Kommunisten aufzubauen.
Sie werden am 27. April 1943 vor dem „Volksgerichtshof” angeklagt und am 11. Juni 1943 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat in Verbindung mit landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Johann Plesinski und Anton Giemza gehören zu der ersten Gruppe von acht Männern, die im Rahmen der sogenannten Blutnächte am 7. September 1943 um 19.30 Uhr im Strafgefängnis Plötzensee erhängt werden. Jan Szałański wird am selben Abend um 21.45 Uhr ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Johann Plesinski
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Plesinski, Anton Giemza und Jan Szałański vom 27. April 1943
Bundesarchiv R 3017/13684
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Plesinski, Anton Giemza und Jan Szałański vom 11. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/13684
Stellungnahme der Geheimen Staatspolizei im Gnadenverfahren von Johann Plesinski, Anton Giemza und Jan Szałański, 6. Juli 1943
Bundesarchiv R 3017/48571
Sterbeurkunde von Johann Plesinski vom 9. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





































