Hynek Pletánek
Pletánek wird im April 1939 für die Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) angeworben. Die Organisation tschechoslowakischer Offiziere, die sich nach der Errich­tung des „Protektorats” gebildet hat, versucht unter deut­scher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen. Für eine in Prag-Bubenetsch aufgestellte Kompanie ist er zusammen mit Emil Decsy und Josef Žďárský, die wie er der Nationalgarde angehörten, als Zugführer vorgesehen.
Pletánek nimmt von April 1939 bis April 1940 an regel­mäßigen Zusammenkünften der ON teil, in denen die Mitglieder über Aufbau, Bewaffnung, Ziel und Zweck der Militärorganisation unterrichtet werden. Außerdem be­kommt er Anfang 1940 eine Militärpistole und 25 Patro­nen ausgehändigt. Als im April 1940 mehrere Angehörige der geheimen Kompanie verhaftet werden, kann Pletánek mit gefälschten Papieren als Gelegenheitsarbeiter unter­tauchen und wird bis zu seiner Festnahme am 1. Novem­ber 1942 von verschiedenen Menschen unter anderem finanziell unterstützt.
Vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” werden Hynek Pletá­nek, Emil Decsy und Josef Žďárský am 3. Februar 1943 wegen „Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hoch­verrat und unbefugten Waffenbesitzes” zum Tode verurteilt. Alle drei Männer werden am 1. Juni 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Hynek Pletánek
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Haftbefehl des Ermittlungsrichters des „Volksgerichtshofs” gegen Hynek Pletánek vom 12. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-312-17
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Hynek Pletánek, Emil Decsy und Josef Žďárský vom 3. Februar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-312-24
Gnadengesuch von Hynek Pletánek mit Übersetzung vom 9. Januar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-312-22
Sterbeurkunde von Hynek Pletánek vom 2. Juni 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung























