František Pliml
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und dem deutschen Überfall auf Polen ist die Pulverfabrik Rüstungsbetrieb. Auf seinem Rundfunkgerät hört František Pliml abends ab und zu die tschechischen Nachrichten des Londoner Senders ab, in denen die tschechischen Arbeiter dazu aufgerufen werden, die deutsche Kriegserzeugung durch Sabotagehandlungen zu schädigen. Im April 1942 versucht er mehrmals erfolglos, dem in seiner Arbeitsstätte hergestellten Schießpulver Fremdkörper beizumischen, um auf diese Weise die Walzen unbrauchbar zu machen.
Er wird am 17. April 1942 festgenommen, am 20. Juli 1942 vom „Volksgerichtshof“ wegen „schwerer Wehrmittelbeschädigung, Sabotage, landesverräterischer Feindbegünstigung und unbefugten Abhörens eines Feindsenders“ zum Tode verurteilt und am 3. November 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Pliml
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen František Pliml vom 27. Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/13689
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen František Pliml vom 20. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/13689
Bekanntmachung der Hinrichtung von František Pliml im November 1942 in der Pulverfabrik Explosia in Semtin
Bundesarchiv R 3017/13689
Sterbeurkunde von František Pliml vom 4. November 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung


























