Paul Podsiadly

11. November 1892, Königshütte (Chorzow) – 7. September 1943
Der im oberschlesischen Königshütte geborene Paul Podsiadly erlernt nach dem Besuch der Volksschule das Schlosserhandwerk. Er nimmt am Ersten Weltkrieg teil und gerät in französische Kriegs­gefangen­schaft, aus der er 1918 entlassen wird. Er tritt in den Polizeidienst ein, verlässt diesen jedoch 1925 und macht sich mit einer Autowerkstatt selbständig. Paul Podsiadly gerät jedoch in finanzielle Schwierigkeiten und muss 1932 seine Werkstatt aufgeben. 1934 bekommt er eine Anstellung bei den Arado Flugzeugwerken in Warnemünde, später bei den Heinkel Flugzeugwerken in Rostock. Er wird jedoch unter dem Vorwurf der Unterschlagung entlassen und arbeitet anschließend als Schlosser in verschiedenen Betrieben in Berlin und Oberschlesien.
Bereits 1932 wird er von Maria Rink, einer Bekannten aus Königshütte, für den polnischen Nachrichten­dienst geworben, mit dem er bis 1935 in Verbindung steht. Nach dem Überfall auf Polen wird seine Agentenakte aufgefunden und Paul Podsiadly wird am 7. November 1939 festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, Informationen über das deutsche Flugzeugwesen, die technische Nothilfe und die Schutzpolizei an den polnischen Nachrichtendienst weitergegeben zu haben.
Paul Podsiadly wird am 6. Juli 1943 vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen Landesverrats zum Tode verurteilt und im Rahmen der sogenannten Blutnächte am 7. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Maria Rink ist bereits am 16. Februar in Plötzensee hingerichtet worden.

Dokumente

Gefangenenkarte von Paul Podsiadly

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Paul Podsiadly vom 6. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/13715

Sterbeurkunde von Paul Podsiadly vom 10. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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